Die Vorfreude auf die diesjährige FRUIT LOGISTICA war groß – vielleicht etwas zu groß, denn Erwartungen wollen erfüllt werden, und dafür war der Freitag diesmal mit Sicherheit nicht unsere beste Wahl, aber dazu später.
Zuerst einmal ein wenig von dem vielen Positiven, was es natürlich auf der Messe auch gab. Fangen wir damit an, das der Event nicht überlaufen, aber die Hallen auch nicht schlecht besucht waren – zumindest was die Besucher anging.
Die App funktionierte in diesem Jahr gefühlt doppelt so gut wie im letzten Jahr – so machte es Spaß auch mal ganz spontan zwischen den Hallen neue Ziele ausfindig zu machen.
Was uns auffiel war, dass die vielen Früchte & Gemüse-Sorten an den Ständen – die bereits zwei Messetage „auf dem Buckel“ hatten – im Vergleich zu den letzten Jahren noch deutlich frischer wirkten.
Auch die Hallen wirkten aufgeräumter, auch wenn teils die Standnummern fehlten, verdeckt waren oder die Lage der Stände nicht wirklich dem erwarteten Muster folgte. Die Stände waren durchweg sehr liebevoll, aber nicht übertrieben in Szene gesetzt.
Ich weiß nicht, ob es grundsätzlich beabsichtigt war, aber die verkosteten Beeren waren allesamt deutlich aromatischer als noch 23/24, wobei auch Produzenten denen man nachsagt eher auf Masse zu achten, sehr leckere Früchtchen im Programm hatten. Natürlich war auch Chiquita wieder mit Ihrem immer recht ausladenden jedoch für kulinarische Aspekte eher eintönigem Stand dabei.
Bei HLB hatten wir kurzzeitig das Gefühl, das wir sind am Thailand-Stand gelandet wären, nur mit dem Unterschied das hier freie Verkostung durch interessierte Fachbesucher & Presse willkommen ist, und daraus keine Verkaufs-Aktion wird wie andernorts.
Sich im Trubel der Messe die Ruhe nehmen zu können hier, die vielfältigen Aromen der außergewöhnlich leckeren Bio Papayas, Mangustin und Rambutan zu genießen ist immer wieder „eine Reise“ wert.
In der, nennen wir sie mal Asia-Halle – fanden wir dann die ersten Mitbewerber POOK Chips – besonders angetan waren Frau und Kind, aus meiner persönlichen Sicht nicht nachvollziehbar, von den dort offerierten Durian-Chips – für die Durian-Fans unter Euch sicherlich eine interessante Darreichungsform.
Wie bereits im letzten Jahr fanden wir besonderen Gefallen an der sogenannten SugarLoaf-Ananas – diesmal nicht aus der Elfenbein-Republik, sondern aus Ghana – da wo im Übrigen auch die sagenumwobene Miracle-Berry (siehe FRUIT LOGISTICA 2024) herkommt.
Dies Ananas zeichnet sich durch einen sehr milden Geschmack aus, die Süße ist vollends vorhanden, wird aber von keiner „gemeinen“ Säure torpediert und ist somit deutlich verträglicher. Das Fruchtfleisch ist durchgängig bissfest, die Farbe fast weiß und die Früchte brauchen nicht die klassische Reifezeit, inklusive Farbveränderungen ins Gelb/Orange hin. Sie sind äußerst saftig und gekühlt der ideale Snack für zwischendurch.
Ananas zählt zu Healtfood – Die Konzentration an Bromelain – einem Enzym, welches sowohl bei der Verdauung behilflich, als auch entzündungshemmend wirkt – ist im Strunk der Frucht deutlich höher als im Rest des Fruchtfleischs. Als Zutat in Shakes & Smoothies kann der Strunk beispielsweise bei Arthrose Schwellungen lindern und Gelenkschmerzen entgegenwirken. Probiert es einfach mal aus – insbesondere wenn Ihr eh schon „Smoothie Profis“ seid.
Die SugarLoaf-Ananas zeichnet sich durch einen sehr milden Geschmack aus, die Süße ist vollends vorhanden, wird aber von keiner „gemeinen“ Säure torpediert und ist somit deutlich bekömmlicher.
Das Fruchtfleisch ist durchgängig bissfest, die Farbe fast weiß und die Früchte brauchen nicht die klassische Reifezeit, inklusive der Farbveränderungen vom Grün ins Gelb/Orange hin. Sie sind äußerst saftig und gekühlt der ideale Snack für zwischendurch.
Zu den Ausstellern die wir leider nicht mehr antrafen zählte leider auch der diesjährige Gewinner des Innovationspreises, und dies wo ich mich mit Beiträgen wie „Blutorangen“ gerade in die Welt der Zitrusfrüchte „hineingedrillt“ hatte.
Das geht natürlich gar nicht, also werde ich in den kommenden Wochen den versuchen Kontakt zu ONIX aufzunehmen, um doch noch in Erfahrung zu bringen was ich denn hier verpasst hatte.
Nun noch ein paar Zeilen zu dem anfangs erwähnten Umstand, dass wir erst am Freitag zum Besuch der Messe kamen. Grundsätzlich versuchen wir stets zur Eröffnung, zumindest aber während des meist mehrtägigen Verlaufs der FRUIT LOGISTICA in Berlin vorbei zu schauen – diesmal war es leider der letzte Tag.
Grundsätzlich – bei frühem Erscheinen – kein Problem, zumindest bei den wenigen Malen der letzten Jahre wo dies vorkam. Wir mussten aber feststellen, dass in diesem Jahr derart viele Aussteller bereits am frühen Vormittag Ihre Stände, und meist auch gleich die Messe selbst verlassen hatten, dass uns hier und da einfach die Ansprechpartner fehlten.
Wir hoffen sehr, dass dies nicht „einreißt“, denn ein Messe-Ende an einem Freitag könnte doch für alle Aussteller deutlich entspannter ablaufen – einem Wochenende in Berlin ist der Reis zumindest noch immer nicht abzusprechen…
Soweit zu einigen unsere Stationen auf der FRUIT LOGISTICA 2025 in Berlin.
Nach Eurem positiven Feedback hinsichtlich der Nutzung von KI zu den Branchentrends, sowie zur Recherche von Zahlen & Fakten im Beitrag zur FRUIT LOGISTICA 2024, haben wir uns entschieden das Format beizubehalten.
Daher gehen wir nun – wie bereits in 2024 – näher auf die Themen und Zahlen ein, die die diesjährige FRUIT LOGISTICA 2025 „bewegt“ haben.
Globaler Marktplatz, Innovationsmotor und strategischer Taktgeber der Frischwarenbranche
Vom 5. bis 7. Februar 2025 wurde das Berliner Messegelände erneut zum globalen Zentrum der Obst- und Gemüsewirtschaft. Unter dem Leitmotiv Innovation, Vernetzung und nachhaltiges Wachstum bestätigte die Fruit Logistica 2025 ihre Rolle als weltweit führende Fachmesse für die Frischwarenindustrie. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Erzeuger über Verpackung und Logistik bis hin zu Groß- und Einzelhandel – kamen internationale Akteur*innen zusammen, um Geschäftsabschlüsse zu realisieren, technologische Lösungen zu diskutieren und strategische Partnerschaften auszubauen.
Globale Benchmark-Zahlen 2025 – Reichweite, Qualität, Internationalität
Die Ausgabe 2025 unterstreicht die wirtschaftliche Relevanz der Messe eindrucksvoll:
- Gesamtteilnahme: Über 91.000 Fachbesucher aus der internationalen Obst- und Gemüsewirtschaft.
- Qualifizierte Einkäufer: Rund 67.500 Entscheider mit unmittelbarer Beschaffungs- oder Einkaufsverantwortung.
- Aussteller: Mehr als 2.600 Unternehmen aus über 90 Ländern.
- Internationale Herkunft: Besucher aus über 150 Nationen.
- Zufriedenheit: Weit über 90 % positive Gesamtbewertung laut offizieller Veranstalterumfrage.
Diese Kennzahlen belegen nicht nur eine hohe quantitative Reichweite, sondern vor allem die Qualität der Besucherstruktur. Drei von vier Fachbesuchern treffen direkte Einkaufs- oder Beschaffungsentscheidungen in ihren Unternehmen – ein klarer Indikator für den operativen Business-Charakter der Messe.
Messe Berlin als internationaler Standortfaktor
Die Messe Berlin zählt zu den traditionsreichsten Veranstaltungsorten Europas und fungiert seit über 200 Jahren als Plattform für internationale Branchenleitmessen. Die Fruit Logistica nimmt hierbei eine Schlüsselrolle ein, da sie die globale Frischwarenwirtschaft in einem integrierten Format abbildet – von landwirtschaftlicher Produktion über technologische Innovation bis hin zu globalen Handelsstrukturen.
Mit moderner Halleninfrastruktur, Kongressflächen, thematischen Sonderzonen und Networking-Bereichen bietet der Standort optimale Voraussetzungen für internationale Geschäftsabschlüsse und Innovationspräsentationen.
Highlights und Themenschwerpunkte 2025
Fachforen und Trendthemen
Die Fruit Logistica 2025 zeichnete sich durch eine hohe thematische Diversität aus. Neben Produktpräsentationen standen strategische Zukunftsthemen im Mittelpunkt:
- Nachhaltige Landwirtschaft und innovative Verpackungslösungen
- Digitalisierung und Automatisierung entlang der Logistikkette
- Neue Marktzugänge und internationale Handelsstrategien
- Technologien zur Effizienzsteigerung und Qualitätsoptimierung
Ein besonderer Innovationsraum war erneut die Startup World, in der junge Unternehmen ihre technologischen Konzepte präsentierten. Schwerpunkte lagen auf Robotik, Sensorik, datengetriebenen Analysesystemen und intelligenten Steuerungslösungen für die Frischwarenwirtschaft.
Innovation Award 2025 – Wettbewerbsplattform für Zukunftslösungen
Der Fruit Logistica Innovation Award (FLIA) gilt als Gradmesser für substanzielle Brancheninnovationen. Bewertet werden Innovationsgrad, Nachhaltigkeit, Marktpotenzial und Relevanz für die gesamte Wertschöpfungskette.
FLIA 2025 – Kategorie “Fresh Produce” (Finalisten)
- „ALDIna“, Frutania GmbH, Deutschland
- „Halloweena™“, Genesis Fresh S.L., Spanien
- „ONIX™“, AMFRESH Group S.L., Spanien
- „Organic Raingrown Avocado“, Eosta B.V., Niederlande
- „Samantha — savoy pointed headed cabbage“, Bejo Zaden B.V., Niederlande
FLIA Technology 2025 – Finalisten
- ABZ Innovation Lidar based sensing system for a spraying drone, ABZ Innovation Kft., Ungarn
- CATsystem®, Productos Citrosol S.A., Spanien
- Croptimus™, Fermata Technology Limited, Israel
- FarmRoad Irrigation Module, WayBeyond, Neuseeland
- RYPEN Case liner, It’s Fresh, Vereinigtes Königreich
Gewinner 2025
In der Hauptkategorie setzte sich ONIX™ von AMFRESH Group S.L. durch. Die prämierte Orange überzeugte das Fachpublikum durch sensorische Differenzierung und Marktpotenzial.
In der Kategorie Technology gewann Croptimus™ von Fermata Technology. Die bildbasierte Analyseplattform optimiert Ernte- und Sortierprozesse durch KI-gestützte Auswertung und trägt zur Effizienzsteigerung entlang der Supply Chain bei.
Die hohe internationale Beteiligung am Award verdeutlicht den Innovationsdruck in der globalen Frischwarenwirtschaft – von smarter Sensorik bis zu nachhaltigen Produktkonzepten.
Netzwerkbildung und konkrete Geschäftsimpulse
Die Fruit Logistica bleibt in ihrer Kernfunktion ein globaler Business-Marktplatz. Über 80 % der Fachbesucher knüpften neue Geschäftskontakte, mehr als ein Drittel schloss bereits während der Messe erste Vereinbarungen ab.
Beispielhaft berichtete der britische Finalist RYPEN von starker Marktnachfrage und internationaler Resonanz im Rahmen des Innovation Awards.
Strategische Einordnung und Ausblick 2026
Die Fruit Logistica 2025 hat erneut ihre Rolle als globaler Taktgeber bestätigt. Sie verbindet Produktion, Technologie, Logistik und Handel in einem integrierten Innovationsökosystem.
Mit Blick auf Februar 2026 startet bereits die nächste Ausstellerphase. Die Messe Berlin plant eine weitere Stärkung digitaler Formate, eine noch tiefere Integration von Nachhaltigkeitsthemen sowie eine stärkere Verzahnung von Technologie und Produktinnovation.
Für Akteur*innen der internationalen Frischwarenwirtschaft bleibt die Fruit Logistica damit ein strategischer Pflichttermin – als Ort für Markttransparenz, Innovationssichtbarkeit und konkrete Geschäftsabschlüsse.
Quellen
- Fruit Logistica / Messe Berlin – Offizielle Presseinformationen 2025 (Press & Media Bereich, fruitlogistica.com)
- Fruit Logistica Factsheet 2025 – Messe Berlin
- Fruit Logistica Innovation Award 2025 – Nominierte und Gewinner
- Ausstellerberichte, u.a. cha-hort.com (UK Exhibitor Reports)
Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden während der Recherche KI-gestützte Systeme eingesetzt, darunter OpenAI ChatGPT, Google Gemini sowie Anthropic Claude. Die KI-Nutzung erfolgte hierbei ausschließlich als Hilfsmittel. Auswahl, Bewertung, redaktionelle Einordnung, Strukturierung und Formulierung, die Überprüfung der Inhalte sowie die Wahrung journalistischer Sorgfaltspflichten und urheberrechtlicher Vorgaben oblagen und obliegen dem Herausgeber.











