Internationale Grüne Woche 2024

Die Internationale Grüne Woche 2024 war wieder mal richtig erfrischend – man kann sagen was man will, aber die ersten Atemzüge in den frisch angelegten Blumen-Hallen der Grünen Woche sind stets ein „coming home“-Moment.

Auch in diesem Jahr spielten Frische & Farben wieder eine zentrale Rolle bei den Konzepten der vielen Aussteller aus aller Herren Länder, wobei natürlich auch das Kulinarische nicht zu kurz kam.

Ein Besucher-Magnet – wie in jedem Jahr – sind die liebevoll angelegten und dekorierten Blumenhallen.Leider hatten wir in diesem Jahr nicht ausreichend Zeit uns alle Beete und Anpflanzungen anzuschauen, aber das ist wohl der Preis dafür, das wir mittlerweile „weiter draußen“ wohnen.

Neben den vielfältigen Anpflanzungen fanden sich in den Blumenhallen einige „stylische“-Ecken, die zum Verweilen einluden.

Die Bereiche waren jeweils einer Motto-Farbe zugeordnet und boten neben einer Klavier-Ecke, einige Sitzbereiche und eine Schaukel die zum Benutzen & Fotografieren einlud.

Darüber Hinaus nutzen auch wieder viele Verbände, Vereine und auch staatliche Institutionen und Organisationen die Bühne, dieser für Berlin so wichtigen Messe, um auf sich aufmerksam zu machen.

In diesem Jahr hat der Naturschutzbund Deutschland e. V., kurz NABU, einen recht großen aber dennoch unscheinbaren Auftritt – im Mittelpunkt stand diesmal ein Ratespiel, welches hauptsächlich Kinder und Jugendliche adressierte und die Zusammenhänge in der Natur leichtfüßig zu vermitteln versuchte.Mit dem Motto „Allesfresser Willkommen“ muss sich einfach jeder angesprochen fühlen, der Lust darauf hat, immer mal wieder kulinarisch Unbekanntes, Neues, Ungewohntes oder gar Verrücktes auszuprobieren – natürlich immer in den selbst gesetzten Leitplanken.

Auch „alte“ -Bekannte wie die Produzenten der thailändischen Pook-Chips, die 2018 den Innovation-Award auf der FRUIT-LGISTICA gewonnen hatten, waren auch auf der Grünen Woche dabei.

Wenn wir schon bei alten Bekannten sind, muss natürlich auch der Hot-Dog Wrap (Tunnbrödsrulle) von Thomas Poppe aus Buchow Erwähnung finden, denn schließlich muss man mit Respekt anerkennen, das sich dieses Produkt von Spice Catering nun wirklich durchgesetzt hat.Die Kombination überzeugt eben nicht nur mit einem echten Hot-Dog Taste, sondern punktet sowohl mit interessanteren Texturen, als auch einer angenehmeren Handhabbarkeit als das Ursprungsprodukt – der HOT-Dog.

Ein neues Projekt des Teams rund um Hot-Dog Wrap stand im Übrigen gleich nebenbei – das CrazyShake – denn seien wir mal ehrlich, Fast-Food & Co in verschiedenster Couleur sind wir auf Messen ja bereits gewohnt.Aber die ad hoc Lust auf einen leckeren, frischen, Soft-Eis basierten „Cocktail“ – ggf. auch togo – hat man so oft nicht, denn auch den klassischen Soft-Eis „Zapfer“ sieht man immer weniger.

Daher sollten wir dieses zusätzliche Angebot natürlich feiern und beim nächsten Mal natürlich selber mal probieren.

Natürlich fanden sich im „Zentrum der kulinarischen Macht“ – der Halle der Caterer und Feinkostanbieter, wieder die tollsten Leckerbissen. Von diversen Ölen, Saucen, Mayonnaisen mal abgesehen, gab es jede Menge veredelten Fleisches.

Neben feinem Pata Negra Schinken, Pasteten, getrockneten Kräutern und vielem mehr, war für mich der Stand von Caruso wieder ein echtes Highlight. Die hausgemachten Würste sind eine fantastische Angelegenheit und auf jedem Event gern gesehen – wirklich leckere Handwerkskunst!

Vergessen wollen wir dabei aber dicht die schier unglaubliche Käse-Präsenz in diesem Jahr. Es gab hier und da natürlich noch immer „spleenige“ Käsesorten – in Spektralfarben & Co, aber der Trend zu klassischen Sorten war deutlich spürbar.

Gerade bei Käse kann es mit der Probiererei natürlich schwierig werden – wer möchte auf der Grünen Wochen denn schon nach 20 Minuten „papp-satt“ sein….also ein paar Sorten gekauft und die Käse-Freuden auf den Abend verschoben…

Was mir leider nicht so entgegen kam war die schier unglaubliche Anzahl an Süßem – insbesondere Gebäck, wie Muffins, Macarons, Brownies und Co – da wird es wirklich schwierig seinen Weg zu finden ohne ein paar zusätzliche Kalorien in Kauf zu nehmen.

Aber gottlob hatte ich mich zuvor auf ein Fischbrötchen eingelassen – das hat den Heißhunger auf Süßes dann doch ganz gut zügeln können.

Auch der Imkerverband Berlin war mit einem Stand auf der Messe vertreten. Stadt-Honig, ein sehr interessantes Thema und der Honig selbst, oft von überraschend guter Qualität, insbesondere ob der Aromen.

Ein wenig Handwerkszeug fand auch sein Plätzchen – vom Bienenkorb, über den klassischen Bienenstock bis hin zur Wabe.

Das der Berliner, respektive Stadt-Honige im Speziellen so lecker sind liegt an der Vielfalt der Pflanzen und Blüten auf den Balkonen und Grundstücken der Groß- und Klein-Städler.

Unser Messebesuch neigte sich mittlerweile zum Ende, aber was noch fehlte war natürlich eine landwirtschaftliche Briese.

Also schnell nochmal in die Halle mit den Tieren – meine Begleitung war hin und weg von den vielen unterschiedlichen Rassen bei den Kleintieren – ich hingegen, habe mich natürlich nach größeren Exemplaren umgeschaut – wobei mich vor allem Färsen & Jungbullen interessiert haben.

Zu guter Letzt fehlt nur noch die LoeffelNUSS ein echtes MUSS – so könnte man sagen, respektive sagten viele nachdem Sie ein Löffelchen davon verkostet hatten.

Nicht nur das Produkt ist sehr sympathisch, nein auch die Präsentation und Ansprache durch die Akteure von LoeffelNUSS war ein positives Messe-Erlebnis.

Im Zeitalter der Palmfett-Diskussionen ein weiterer kulinarischer Lichtblick – ich hoffe mal wir sehen das Produkt bald öfter.